Forschungsprojekt

Weiblichkeit und Fleischkonsum - Eine empirische Untersuchung zur Vergeschlechtlichung von Ernährungspraktiken

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Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojekt, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) im Forschungsschwerpunkt »Dimensionen der Kategorie Geschlecht – Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen« zielt auf die Erforschung Konstruktionsweisen von Weiblichkeit in Verbindung mit Fleischkonsum, eines bisher weitgehend unterbelichteten Aspekts sowohl in der Ernährungssoziologie als auch in der Geschlechterforschung.

Das Projekt baut auf bisherigen Untersuchungen im Themenfeld auf, die sich vor allem auf den kulturellen Zusammenhang zwischen Fleisch und Männlichkeit fokussieren. Aus diesen Forschungen geht hervor, dass Fleisch als ein kulturelles Symbol für Männlichkeit, Macht und (köperlicher) Stärke gilt.

Dieses Projekt folgt demgegenüber der These, dass Frauen, trotz dessen, dass sie Fleisch konsumieren können und dürfen, in ihrem Fleischkonsum kulturell weitestgehend auf den Verzicht, die Mäßigung oder die Auswahl spezifischer Fleischsorten festgelegt sind. Damit steht im Zentrum des Vorhabens die empirische Frage danach, wie der Konsum von Fleisch bei Frauen praktiziert, argumentiert und auch symbolisch legitimiert wird. Außerdem geht es um die Frage, welche Vorstellungen von Weiblichekeit, des Frauenkörpers und des Nahrungsmittels Fleisch in diesen Praktiken leitend sind. Gegenstand der Forschung ist damit der Zusammenhang von Fleischkonsum und Weiblichkeit als kulturelles Wissen, aber auch sozialer und materieller Praxis. Die kultur- und wissenssoziologische Analyse richtet sich in diesem Zusammenhang vor allem an das in die alltägliche Praxis und daher auf das gemeinhin in Routinen und vorreflexiven Vollzügen eingelagerte, geschlechtlich konnotierte Wissen über Fleischkonsum.

Mit Hilfe eines empirischen Forschungsdesigns, welches sowohl qualitative Interviews mit fleischkonsumierenden Frauen, Expert*innen der Ernährungskommunikation als auch Gruppendiskussionen umfasst, soll die symbolische Bedeutung von Fleisch als Nahrungsmittel für Frauen und auch der praktische Verzehr im Bezug auf Mengen, Arten, Formen und Zubereitungsweisen etc. untersucht werden.

Das Forschungsprojekt »Weiblichkeit und Fleischkonsum – Eine empirische Untersuchung zur Vergeschlechtlichung von Ernährungspraktiken« (Projektleitung: Prof. Dr. Tanja Paulitz; Stellvertretende Projektleitung: Ricarda Kramer) wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) im Forschungsschwerpunkt »Dimensionen der Kategorie Geschlecht – Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen« gefördert.

Laufzeit: Juli 2021 – Dezember 2022

Fördersumme: ca. 62.000 Euro

Das Team

  Name Contact
Prof. Dr. Tanja Paulitz
+49 6151/16-57376
S4|22 115
Ricarda Kramer M.A.
+49 6151/16-57420
S4|22 116
Undergraduate assistant
Charlotte Randall
S4|22 116