Open IT und Open IT Master - Einführung

Open IT Bachelor und Open IT Master (Opens external link in new windowOpen IT), in Förderphase 1 des zweiten BMBF-Wettbewerbs Opens external link in new window„Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ gefördert, ist ein Verbundprojekt der Hochschule Weserbergland (Opens external link in new windowHSW) und des Instituts für Soziologie (Opens external link in new windowIfS) der Technischen Universität Darmstadt (Opens external link in new windowTU Darmstadt).

Im Rahmen des kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprojekts entstehen an der Hochschule Weserbergland zwei neue berufsbegleitende Anrechnungsstudiengänge:

Opens external link in new windowBachelor Wirtschaftsinformatik
Opens external link in new windowMaster IT-Businessmanagement

Im Bachelorprogramm werden die Studierenden – üblicherweise Absolventen des IT-Ausbildungssystems – die für einen Wirtschaftsinformatiker üblichen Kompetenzen erwerben, welche ihnen vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Bildungskarriere noch fehlen. Die Masterabsolventen rekrutieren sich aus Operativen Professionals des IT-Weiterbildungssystems und sollen auf Führungspositionen in der Informations- und Kommunikationstechnik-Branche (IKT-Branche) bzw. auf die Geschäftsführung in KMU aus der IKT-Branche vorbereitet werden. Daher sollen im Masterstudium die nötigen Controlling-, Projektmanagement- und Personalführungskompetenzen aufgebaut werden. 

Zentrales Ziel von Opens external link in new window„Open IT Bachelor and Open IT Master“ ist es, auf der Grundlage vielfältiger flankierender Maßnahmen – u. a. Beratung, Self-Assessment, pauschale Anrechnung, individuelle Anrechnung, Brückenkurse, Blended Learning, virtuelle Klassenräume – berufspraktisch vor-gebildete Studieninteressierte, je nach Ausprägung der Vorqualifikation, optimaler Weise in maximal dreieinhalb Jahren berufsbegleitend zum Abschluss des Bachelorprogramms „Wirtschaftsinformatik“ bzw. des Masterprogramms „IT-Business-Management“ zu führen.

Ausgangspunkt des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens ist: Alle Studierenden haben im Rahmen ihrer vorhergegangenen Qualifizierungen und praktischen Berufstätigkeiten bereits betriebliche Kompetenzen erworben. Im Rahmen des Studiums besteht nun parallel zur beruflichen Tätigkeit die Möglichkeit, diese zu vertiefen und wissenschaftlich zu reflektieren. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Studienprogramme und das an den bisherigen Bildungs- und Berufstätigkeitskarrieren je Studierenden individuell ausgerichtete Studienszenario bauen neben den formal erworbenen Qualifikationen eben auch auf den beruflichen Erfahrungen der Studierenden auf und nutzen diese in vielfältiger Perspektive als wichtige Ressource.

Weitere Details zum Projekt Open IT sowie zu den Studiengängen und Forschungsaktivitäten sind unter Opens external link in new windowwww.offene-hochschule.org zu finden.

„Anrechnung im Open IT“ – das Teilvorhaben 2 des IfS der TU Darmstadt in Open IT

Das Teilvorhaben „Anrechnung im Open IT“ – unter Leitung von Prof. Ulrich Brinkmann und Dr. Mario Seger  – setzt in einem seiner zentralen Schwerpunkte an eben dieser Stelle an: Den formal erworbenen Qualifikationen und den beruflichen Erfahrungen der zukünftig berufsbegleitend Studierenden. In Zusammenarbeit mit Experten aus der IT- und IT-nahen beruflichen und hochschulischen Bildung sowie insbesondere in Abstimmung mit der HSW wird an der HSW eine sachgemäße und effektive Anrechnungsinfrastruktur geschaffen bzw. im Hinblick auf die aktuellen Anforderungen von Recht und Akkreditierung ausgebaut – zunächst im Kontext des Bachelorprogramms „Wirtschaftsinformatik“ und des Masterprogramms „IT-Business-Management“.

Anforderungen von Recht und Akkreditierung  - ein Auszug

Initiates file download28.06.2002: Beschluss I der Kultusministerkonferenz zum Thema „Anrechnung von außerhalb des Hochschulwesens erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf ein Hochschulstudium”

Initiates file download18.09.2008: Beschluss II der Kultusministerkonferenz zum Thema „Anrechnung von außerhalb des Hochschulwesens erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf ein Hochschulstudium”

Initiates file download19.12.2014: Rundschreiben des Akkreditierungsrates an die Geschäftsführer der Agenturen zum Thema „Anrechnung außerhochschulischer Kenntnisse und Fähigkeiten

Weiterführendes unter:

Mario Stephan Seger, Christina Waldeyer (2014):
Opens external link in new windowQualitätssicherung im Kontext der Anrechnung und Anerkennung von Lernergebnissen an Hochschulen. Standards für transparente und nachvollziehbare Analyseverfahren und Anrechnungsprozesse inkl. Musteranrechnungsleitfaden und Musteranrechnungsordnungen. Entwicklungsergebnisse aus dem F&E-Projekt Open Competence Center for Cyber Security im BMBF-Wettbewerb Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen 
Band 14 in der Reihe: Darmstädter Studien zu Arbeit, Technik und Gesellschaft; herausgegeben von Prof. Dr. Rudi Schmiede. Shaker Verlag. Aachen.

Auf der Grundlage der daraus resultierenden pauschalen Anrechnungsanalysen werden nicht nur passgenaue Übergänge für die Zielgruppen in die projektierten Studiengänge definiert und gestaltet. Ebenso werden mittels Klärung von individuellen Anrechnungsoptionen, Studierende in die Lage versetzt, ohne qualitative Einbußen, ihren individuellen Lifelong-Learning-Prozess, hier den angestrebten berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang, zeitlich effektiv zu gestalten.

Die Ausformung adäquater Übergänge, wie auch die Anrechnung vorgängig erworbener Lerner-gebnisse, soll an der HSW qualitätsgesichert, einheitlich sowie für Lehrende wie Studierende transparent und nachvollziehbar sein. Dazu bedarf es diverser grundlegender Bausteine, wie z. B. der Entwicklung und verbindlichen Implementierung eines Anrechnungsleitfadens, der (Weiter-)Entwicklung und fortlaufenden Umsetzung von individuelle und pauschalen Anrechnungsanalyseverfahren sowie der Weiterentwicklung und Erprobung des in Darmstadt entwickelten L3 AnrechnungsManagementSystems (L3 AMS) –  eine webbasierte Anwendung, die allen an Anrechnungsanalysen und Anrechnungsprozessen Beteiligten (Bewerber, wissenschaftliche Mitarbeiter, Professorenschaft, Prüfungsausschüsse und Sachbearbeitern bzw. Sekretariaten) die softwarebasierte Bearbeitung der anfallenden Aufgaben ermöglicht. Die Forschungsgruppe bereitet gegenwärtig den ersten Life-Test des Prototyps in Open IT an der HSW vor.

Mit Blick auf die Gewährleistung inhaltlich wie strukturell nachhaltiger Bildungsangebote des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Open IT Bachelor and Open IT Master“ beteiligt sich das Teilvorhaben „Anrechnung im Open IT“ im Kontext seiner Expertise im Weiteren an der begleiteten Erprobung, Evaluierung, Optimierung und Aktualisierung der Studienprogramme.

Neben der kontinuierlichen gegenseitigen Unterstützung in den jeweiligen Arbeitspaketen der kooperierenden Verbundpartner Opens external link in new windowHSW und Opens external link in new windowTU Darmstadt sind die thematischen Schwerpunkte des Arbeitsprogramms der ersten Förderphase des Teilvorhabens 2 „Anrechnung im Open IT“ wie folgt ausgerichtet.

Arbeitsprogramm in Förderphase 1 des BMBF-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

  1. Qualitätssicherung und Anrechnung. Normative Grundlagen
    Berufsbegleitende Studienangebote mit individuellen und pauschalen Anrechnungsoptionen bedingen veränderte Verwaltungsprozesse und dem zugrunde liegend dementsprechende Qualitätssicherungsstandards. Im Kern geht es hier um die Formulierung von Qualitätssicherungsstandards bzw. um die Konzeption, Entwicklung und Implementierung der administrativen und verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen für nachvollziehbare und transparente individuelle und pauschale Anrechnungsverfahren, Anrechnungsprozesse und Anrechnungsergebnisse - für das Personal der HSW aber auch für Anrechnungskandidaten. Im Ergebnis sollen alle Beteiligten in die Situation versetzt werden, auf einer kompetenten Grundlage eine Anerkennungs- und Anrechnungsordnung oder einen in der Studienordnung verankerten Anerkennungs- und Anrechnungsleitfaden zu verabschieden und anzuwenden.
  2. Profilpotenzialanalyse beruflicher Profile für passgenaue Modulentwicklung
    Im Mittelpunkt dieses Teilprojekts steht mit Blick auf die zu vermittelnden Lernergebnisse und ihr Niveau zum einen die Recherche und Analyse der aktuellen IT-Aus- und Weiterbildungsverordnung sowie die Referenzprofile von IT-Spezialisten und IT-Professionals im Hinblick auf pauschale Anrechnungspotenziale für einen dementsprechend zu konzeptionierenden B. Sc. Wirtschaftsinformatik. Zum anderen ist das Gleiche im Hinblick auf pauschale Anrechnungspotenziale für einen dementsprechend zu konzeptionierenden M.A. IT-Business-Management umzusetzen. In beiden Fällen geht es um die Definition von Lernergebnisschwerpunkten in den Herkunftsprofilen, welche im Kontext der Studiengangentwicklung als bachelor- bzw. masteräquivalente Studien- wie auch Anrechnungsschwerpunkte oder Studien- wie auch Anrechnungsmodule definiert werden können.
  3. L3 AMS 2.0 –  Optimierung und Implementierung
    Die effektive inhaltliche wie zeitliche Abstimmung eines tatsächlichen Anrechnungsstudiengangs auf den einzelnen berufsbegleitend Studierenden ist nur durch die Überprüfung von pauschalen und individuellen Anrechnungspotenzialen und wenn gegeben die Anrechnung der Potenziale umsetzbar. Dieses Teilprojekt hat im Interesse der Nachfrage die möglichst ganzheitliche und für alle Beteiligten effektive Umsetzung der Anrechnungsthematik zum Ziel. Zu diesem Zweck sollen hier das pauschale Profilpotenzialverfahren und das individuelle Portfolioverfahren entsprechend den hiesigen Anforderungen auf die HSW übertragen werden und schließlich über das weiterentwickelte und an die Bedarfe der HSW angepasste L3 AnrechnungsManagementSystem bis zum Ende der ersten Förderphase implementiert werden.
  4. Entwicklungsbezogene Forschungsfrage zum Thema: „Anrechnung und Anerkennung: Sind die Hochschulen in Deutschland vorbereitet!?“
    Hypothese: Hochschulen und Universitäten in ganz Deutschland sind von der Personalkapazität wie vom Budget her auf die Bewältigung der inhaltlichen und administrativen Aufgaben im Kontext der Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge praktisch nicht vorbereitet. Ziel dieser entwicklungsbezogenen Fragestellung(en) ist es, Sachstand sowie Entwicklungs- und Unterstützungsbedarfe zum Thema "Anerkennung und Anrechnung" an Hochschulen und Universitäten in ganz Deutschland zu benennen und zu konkretisieren. Die Expertise soll Politik und Verwaltung in der Initiierung und Steuerung ggf. notwendiger Prozesse unterstützen.

Weitere Informationen und Arbeitsergebnisse der Förderphase 1 des Teilvorhabens 2 „Anrechnung im Open IT“

Kontakt

Postanschrift: 

Technische Universität Darmstadt

Institut für Soziologie

Dolivostraße 15

64293 Darmstadt

 

Besucheradresse:

Landwehrstraße 48a/50

64293 Darmstadt

  

Raum S4|22 304

Tel.: +49 6151/16-57369

 

E-Mail:

seger(at)ifs.tu-darmstadt.de

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