Projekttitel: Von der 'Legitimationsfrau' zur anerkannten Expertin? Zur Konstruktion von Steuerungseliten im Reorganisationsprozeß der Hochschulen 

 

Leitung: Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel 

Bearbeiterin: Dr. Karin Zimmermann 

Kontaktadresse:  Universität Dortmund

 

Hochschuldidaktisches Zentrum

Vogelpothsweg 78

44227 Dortmund 

e-mail: Smetzgoeckel(at)hdz.uni-dortmund.de

Kzimmermann(at)hdz.uni-dortmund.de 

Kurzbeschreibung des Projektes:

 

Die Forschungs- und Hochschullandschaft der Bundesrepublik befindet sich in einem Prozess der Reorganisation mit der Zielsetzung ihre Institutionen und Organisationen zu effizienten Dienstleistungskomplexen umzugestalten, damit sie flexibel auf die sich rasch wandelnden ökonomischen Anforderungen reagieren können. Die Entwicklungsrichtungen der Reorganisation der Hochschule hängen massgeblich davon ab, was in der Hochschule zukünftig als ‚Leistung’ gelten solle und welche Organisationen und Personen diese (mit)definieren. Unter Hinzuziehung von Expertisen und Gutachten zentrieren sich die entsprechenden Entscheidungskompetenzen im Management der Hochschulleitungen und in der Wissenschaftspolitik. In beiden Bereichen deutet sich eine ‚Expertokratisierung’ an, die die Messung, Bewertung und Beurteilung einer (wissenschaftlichen) Leistung zunehmend an Expertisen aus dem Verwaltungs- und Unternehmensmanagement und an betriebswirtschaftliches Wissen knüpft. Die aktuelle Ökonomisierung der Hochschule geht einher mit einem sozialen Wandel, der über die Symbolsysteme vermittelt das ‚Sprechen über die Hochschule’ in den Begriffen der neuen Hochschulsteuerung wie Evaluation, Controlling, Organisationsentwicklung und Profilbildung etc. verändert. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Status des immer noch männlich intendierten Gutachters und Experten zunehmend auch von Wissenschaftlerinnen eingenommen wird bzw. dies durchaus als erwünscht gilt, fokussieren die Forschungsfragestellungen mögliche Transformationen geschlechterdifferenzierender Normierungen und Normalitätsvorstellungen und wie diese die Definition geschlechterdifferenter Zugehörigkeiten zu einer wissenschaftlichen bzw. wissenschaftspolitischen Steuerungselite beeinflussen oder bedingen. Dies soll zugespitzt auf die institutionellen, kulturellen und sozialen Mechanismen der Expertinnenrekrutierung für die Hochschulentwicklungsplanung am Schnittpunkt zwischen Hochschule und staatlicher Steuerung untersucht werden.

 

Publikationsliste


Sprecherin:

 

Prof. Dr. Beate Krais

Institut für Soziologie

Residenzschloß

64283 Darmstadt

Phone: +49 6151 16 3467

Fax: +49 6151 16 6075

E-Mail       Krais(at)ifs.tu-darmstadt.de

 


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