Im Wintersemester 2011/12 bietet das Evenari-Forum die 10. Ringvorlesung unter dem Titel: "Jüdisches Leben in Deutschland nach Auschwitz" an (Programm s.u.).
Erste Sitzung: 31.10.2011
Ort/Zeit: Raum 36 im "Schloss" / jeweils montags 18.05-19.45.
Die Veransatltung richtet sich an Hörer aller Fachbereiche und die interessierte Öffentlichkeit.
Es können 3 CP erworben werden. Voraussetzung: regelmässige Teilnahme und 1 Sitzungsprotokoll.
Beschreibung:
Die Shoah bildete den absoluten Tiefpunkt jüdischen Lebens in Deutschland seit den Pogromen des Mittelalters und löschte es aus.
Heute, 66 Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, gibt es wieder ein reges jüdisches Leben in Deutschland: Grund genug für eine Bestandsaufnahme. Den geschichtlichen Aspekten (z.B. Displaced Persons an der Bergstraße und in Süddeutschland) dieser Entwicklung und solchen des gesellschaftlichen Lebens sowie der Wissenschaft und der Kunst geht die 10. Ringvorlesung des Evenarí-Forums nach. Sie reflektiert jüdisches Leben in Deutschland in der eigenen sowie in der nichtjüdischen Wahrnehmung.
Daneben werden Themen wie die Wiederbegründung jüdischer Gemeinden in der Bundesrepublik, die Rolle des Rabbinats, Aspekte der Erinnerungskultur und die Mentalitätsgeschichte in Israel behandelt. Ein neuer Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft wird als Gefahr ebenso in der Vortragsreihe beleuchtet wie die Frage, was eine „deutsch-jüdische Normalität“ ausmacht und ob es sie überhaupt geben kann.
Die Vorlesungen werden sowohl von Referenten der TU Darmstadt als auch von auswärtigen Wissenschaftlern gehalten.
Programm:
1. | 31.10. | Dr. Elvira Grözinger (Berlin)
| „Die jüdische Gemeinde zu Berlin – 20 Jahre seit der Wende“ |
2. | 07.11. | Dr. des. Holger Köhn (TU Darmstadt)
| „Jüdisches Leben in Lagern nach 1945. Displaced Persons in Süddeutschland“ |
3. | 14.11. | Dr. Thomas Lutz (Berlin)
| „66 Jahre nach der Befreiung – die aktuelle gesellschaftspolitische Bedeutung der Erinnerung an den Holocaust in Deutschland"
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4. | 21.11. | Prof. Dr. Wolfgang Lorch (TU Darmstadt)
| "Mnemotechnik" |
5. | 28.11. | Dr. Uri Kaufmann (Leiter des Kulturinstituts Alte Synagoge Essen)
| "Jüdische Displaced Persons an der Bergstrasse" |
6. | 05.12. | Rabbinerin Elisa Klapheck (Frankfurt)
| „Rabbinat im Wandel.
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7. | 12.12. | PD Dr. Samuel Salzborn (Uni Gießen)
| „Neuer Antisemitismus in Deutschland“ |
8. | 19.12. | Moritz Neumann (Darmstadt)
| „Die Jüdischen Gemeinden in Deutschland 1945 bis heute“ |
9. | 09.01. | Prof. Dr. Johannes Heil (Hochschule für Jüdische Studien - Heidelberg)
| "Jüdische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft - Annäherungen nach 1945" |
10. | 16.01. | Dr. Sylke Tempel (Berlin)
| „Mentalitätsgeschichte in Israel“ |
11. | 23.01. | Prof. Dr. Hannah Liss (Hochschule für Jüdische Studien - Heidelberg)
| „Wissenschaftsbetrieb Jüdische Studien im Nachkriegsdeutschland“
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12. | 30.01. | Fritz Backhaus (Jüdisches Museum Frankfurt)
| „Deutsch-Jüdische Geschichte im Museum“ |
13. | 06.02. | Prof. Dr. Salomon Korn (Frankfurt)
| „Was ist „deutsch-jüdische Normalität“?“ |
Stand: 31.10.2011