Soziologie in Deutschland

Folientexte zur Darstellung der Soziologie in Deutschland vor der IuK-Kommission der wissenschaftlichen Fachgesellschaften am 28.10.1996 im Internationalen Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik, Schloß Dagstuhl, Wadern.

Rudi Schmiede

1. Quantitative Dimensionen
2. Doppelte organisatorische Vertretung
3. Vertretung
4. Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. GESIS
5. Forschungsprojekte außerhalb der GESIS
6. IUK-Vorhaben


1. Quantitative Dimensionen

  • Deutlich und weiterhin steigende Zahlen von Studierenden, Absolventen und Promotionen

  • 1992 bundesweit in Sozialwissenschaften an Universitäten rd. 27.000 Studierende

  • Rd. 1.000 Diplome, rd. 200 Promotionen jährlich

  • Heterogene Berufsfelder für Soziologen

  • Neben universitärer Forschung und Lehre außeruniversitäre Forschungsinstitute bzw. An-Institute

  • Nur lose Beziehungen zur sozialwissenschaftlichen Marktforschung

  • Selbständige Infrastruktureinrichtungen: GESIS
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    2. Doppelte organisatorische Vertretung

    1. Berufsverband Deutscher Soziologen (BDS)

    -Gegründet 1976, 20 Jahre nach Einrichtung der ersten Diplomstudiengänge
    -Organisation der nicht promovierten, i.d.R. berufstätigen Soziologen, 1993 gut 500 Mitglieder

    2. Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)

    -Gegründet 1909, bis in die 60er Jahre begrenzte Gelehrtenvereinigung, seitdem Entwicklung zur Fachgesellschaft
    -Kriterium für Mitgliedschaft Promotion oder gleichwertige längerjährige Forschungserfahrung


    In i.d.R. zweijährigem Abstand "Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie" mit im letzten Jahrzehnt 3-4.000 Teilnehmern, dazwischen regelmäßige Aktivitäten der Sektionen und Arbeitsgruppen

    Zeitschrift "Soziologie. Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie", erscheint viermal jährlich bei Leske + Budrich

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    3. Vertretung

    Vorsitzender, derzeit Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil, Mainz, bildet zusammen mit 6 weiteren Vorstandsmitgliedern den Vorstand (für 4 Jahre gewählt)

    Unterstützung durch Ausschüsse für spezielle Aufgaben, z.B. für Fragen der Lehre, Ethik-Kommission etc.

    Benennung von Kandidat/inn/en für die Wahl von DFG-Gutachtern für Soziologie und empirische Sozialforschung, der Vertretung in den Gremien der "International Sociological Association" (ISA) u.a.m.

    Konzil mit 30 Mitgliedern (alle 2 Jahre jeweils 15 für 4 Jahre neu gewählt) als parlamentarisches Kontrollgremium

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    4. Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. GESIS

    1986 gegründet

    Zentralarchiv für empirische Sozialforschung an der Universität zu Köln (ZA): Archivierung und Bereitstellung von Datensätzen empirischer Umfrageforschung sowie historischer Daten (Abtlg. Zentrum für Historische Sozialforschung ZHSF)

    Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) Mannheim: Regelmäßige Erhebungen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS), Wahlstudien der Forschungsgruppe Wahlen sowie Umfragen des International Social Survey Programme (ISSP)

    Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ) Bonn: Erstellung einer Dokumentation der deutschsprachigen sozialwissenschaft-lichen Literatur (SOLIS), die wiederum in das Europäische Sozialwissenschaftliche Informationssystem ESIS eingeht, einer Dokumentation über laufende Forschungsprojekte in den Sozialwissenschaften (FORIS), Angebot beider über verschiedene Hosts, Entwicklung und Pflege sozialwissenschaftlicher Schlagwortthesauri


    5. Außerhalb der GESIS:

    Durchführung der regelmäßigen Erhebung Sozio-ökonomisches Panel (SOEP) durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin

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    6. IuK-Vorhaben in der Soziologie

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