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Graduiertenkolleg |
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Geboren 1973 in Darmstadt. 1994-2001 Studium der Neueren Geschichte, Politik- und Rechtswissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt (TUD), inklusive Auslandssemester an der University of Tampere, Finnland. Studienabschluss 2001 mit dem Magister Artium in Neuere Geschichte. 2001-2003 Projektmitarbeiter an der TUD (Planung, Organisation, Durchführung und Auswertung von zwei interdisziplinären Workshops über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Siedlungswasserwirtschaft; das Projekt wurde gefördert vom Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung an der TUD). 2002-2006 Mitglied des Graduiertenkollegs „Technisierung und Gesellschaft“. 2006-2007 Förderung des Promotionsprojekts durch die „Ernst-Ludwigs-Hochschulgesellschaft. Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt, e. V.“.
[Zurück nach oben]Stadt-, Umwelt- und Technikgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, z. Zt. insbesondere die Geschichte der städtischen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung; Kulturgeschichte des Wassers und der Technik; Stadtkritik bzw. Stadtwahrnehmung.
2002-2004 Mitglied der internationalen Forschergruppe „Narratives on the European City“ im internationalen Forschernetzwerk Tensions of Europe.
2004-2006 Mitarbeiter im Oral History-Projekt „Erzählte Geschichte der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau“ (Leiterin: Anette Neff M.A., Historikerin).
2002-2003 Mitarbeit im Organisationskomitee des Gesprächskreises Technikgeschichte (Tagungsplanung, -organisation, -durchführung und -nachbereitung).
E-Mail: stippak@ifs.tu-darmstadt.de
[Zurück nach oben]Motivation bzw. Interesse
Auf der Untersuchungsebene Stadt untersuche ich am Gegenstand der großtechnischen Systeme Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, inwieweit sich vor dem Hintergrund v.a. des Hygienediskurses des späten 19. und frühen 20. sowie des Umweltschutzdiskurses in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts folgende Aspekte veränderten: ich rekonstruiere zum einen den Wandel, den das gesellschaftliche Stadt-, Technik- und Naturverständnis durchlief; ich analysiere zum anderen, inwieweit dieser kulturelle bzw. mentale Wandel die praktische Aneignung, Aus- bzw. Umformung sowie Nutzung von Stadt, Technik und Natur prägte; anhand der Untersuchungsgegenstände Wasser und Abwasser untersuche ich schließlich die mit der praktischen Aneignung einhergehenden v.a. quantitativen aber auch qualitativen Veränderungen des materiellen Stoffwechsels zwischen Stadt und Natur und frage danach, in welchem Maße diese wiederum auf die kulturelle Wahrnehmung einwirkten.
Grundsätzlich berücksichtige ich diskurs-, stadt-, technik-, kultur-, konsum- und umweltgeschichtliche Aspekte. Mein Hauptinteresse gilt aber v.a. diskurs- und kulturgeschichtliche Fragen. Stadt-, technik-, konsum- und umweltgeschichtliche Erörterungen finden daher ergänzend Eingang in die Untersuchung.
Methodische Herangehensweise
Auf dem sozialkonstruktivistischen Ansatz aufbauend benenne ich mit Hilfe der Fallbeispiele Darmstadt und Dessau die für die genannten Diskurse maßgeblichen lokalen Akteurs- und Interessenskonstellationen. Zugleich arbeite ich die tatsächlichen und wahrgenommenen politischen, ökonomischen, technischen, institutionellen und kulturellen Einflussmöglichkeiten und Handlungsspielräume der identifizierten Akteure heraus. Nach Auswertung der unter „Motivation bzw. Interesse“ angesprochenen Punkte auf lokaler Ebene vergleiche ich zunächst die beiden Lokalergebnisse miteinander und ordne sie anschließend in den überlokalen, d.h. nationalen Kontext ein, um etwaige Übereinstimmungen und Abweichungen klarer hervorzuheben.
Mit dem Untersuchungszeitraum 1869 bis 1989 und den beiden Fallbeispielen Darmstadt und Dessau strebt die Studie einen deutsch-deutschen Langzeitvergleich an, wobei ab 1945/49 dem westdeutschen Fallbeispiel Darmstadt das dann ostdeutsche Pendant Dessau gegenüber steht.
Das Projekt betreuen die Professoren Mikael Hård (Lehrstuhl für Technikgeschichte) und Dieter Schott (Lehrstuhl für Stadt- und Umweltgeschichte) (beide TUD).
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