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Graduiertenkolleg
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Beschreibung des Promotionsprojekts:
Diskussion technischer Modelle in der Bewusstseinsphilosophie
Das Phänomen des bewussten Erlebens hat seit jeher die Naturforscher und Philosophen beschäftigt. Die Kontroverse über das Verhältnis von Geist und Natur, spätestens begonnen mit der Frage nach dem Ort der Seele (Herz oder Hirn), erstreckt sich von der Antike über die Renaissance (Descartes) und den ersten grundlegenden Erkenntnissen über den funktionellen Aufbau des Gehirns in der Mitte des 19. Jahrhunderts, bis in unsere Tage. Insbesondere in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts, von prominenter Stelle als Dekade der Hirnforschung ausgerufen, mehrten sich die Erkenntnisse über Aufbau und Arbeitsweise des Gehirns enorm, u.a. durch den Einsatz von modernen Rechenanlagen und bildgebenden Verfahren.
In dieser langen Zeit entstanden zahlreiche Modelle, die das Verhältnis von bewusstem Geist und unbewusster Natur zu beschreiben versuchten. Mit einem Teil dieser Modelle, den "technischen", befasst sich der Hauptteil meines Dissertationsprojektes. Unter dem Begriff der "technische Modelle" werden in diesem Sinne Ansätze aus der Hirnforschung, der Künstlichen Intelligenz-Forschung, der Psychologie und der Physik zusammengefasst. Anhand einiger im Grundlagenkapitel vorgestellten wichtigen Probleme bei der Beschreibung des Verhältnisses von Körper und Geist, sollen diese Modelle auf ihre "Leistungsfähigkeit" hin untersucht werden.
In einem zweiten Teil der Arbeit wird dann, im Rahmen eines Gegenentwurfs zum vorgenannten Paradigma, ein holistisches Modell des Bewusstseins, auf der Basis der deterministischen Chaosforschung und fraktalen Geometrie skizziert und diskutiert. Bewusstsein wird hierbei nicht mehr einem Ding als Attribut zugeordnet, sondern als fundamentale Eigenschaft des gesamten Kosmos aufgefasst. Wie weit diese Vorstellung trägt und ob sie sich als Gegenentwurf eignet, soll an dieser Stelle kritisch untersucht werden.
Veröffentlichungen und Vorträge (Auswahl):