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Graduiertenkolleg
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*1973, 1991-1995 Studium des Information Engineering, der Philosophie und Germanistik an der Chinese University of Hong Kong, 1995 Bachelor of Engineering with Honors, 1995-1997 Masterstudium der Philosophie an der Chinese University of Hong Kong (Forschungsassistent am Department of Philosophy), 1997 Master of Philosophy, 1997-2002 Promotionsstudium der Philosophie, Technischen Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Universität Heidelberg (Promotionsstipendiat des DAAD), 2002 Promotion zum Dr. phil., seit 2002 Kollegiat am Graduiertenkolleg "Technisierung und Gesellschaft", 2003-2004 Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Institut für Philosophie der TU Darmstadt, danach an der Chinese University of Hongkong.
www: http://www.arts.cuhk.edu.hk/~cflau
E-Mail: cflau@cuhk.edu.hk
[Zurück nach oben]Die moderne Philosophie des Geistes (Philosophy of Mind) hat sich weitgehend verabschiedet von der traditionellen Problemstellung, die über die Entwicklung des antiken psyche- bzw. nous-Begriffs und des christlichen Seelenglaubens in der Neuzeit durch die cartesische Unterscheidung von res extensa und res cogitans geprägt wurde. Stattdessen bildet sie mit der Psychologie, der Neuro- und der Kognitionswissenschaft sowie der Künstlichen-Intelligenz-Forschung einen außerordentlich lebhaften interdisziplinären Forschungsbereich. In dieser mittlerweile kaum überschaubaren Diskussion hat die Philosophie vor allem die Aufgabe, einige theoretische Grundfragen zu klären, eine Aufgabe, die angesichts der immer größer werdenden Diskrepanz zwischen dem "Überfluß" an empirischen Wissen bezüglich der physischen Entstehungsbedingungen des Mentalen einerseits und dem "Mangel" am theoretischen Erklärungsmodell andererseits mehr denn je vonnöten ist.
In der philosophischen Diskussion geht es vornehmlich um die Frage, ob oder inwiefern sich die geistigen Phänomene auf physische Bedingungen zurückführen lassen. Es scheint zwar unausweichlich, geistige Phänomene auf physisch-biologische Vorgänge und Eigenschaften zurückzuführen, da die Zulassung irreduzierbarer Phänomene die kausale Geschlossenheit der physischen Welt verletzen würde. Aber mit dem Reduktionismus ist es kaum möglich, das Phänomen des Bewusstseins befriedigend zu erklären, denn aufgrund ihrer intrinsischen Eigenschaft scheinen solche Phänomene prinzipiell nicht mit physischen Eigenschaften, die wesentlich extrinsisch sind, identifizierbar zu sein. Diese zwei hartnäckigen Probleme kommen in dem Dilemma zusammen, vor dem jede moderne Theorie des Geistes steht.
Eine vielversprechende Theorie, die sowohl der Eigentümlichkeit geistiger Phänomene als auch deren physischer Basis gerecht zu werden versucht, ist der sogenannte Emergentismus, dessen zentrale Idee darin besteht, das, wenn bestimmte physische Prozesse eine gewisse Stufe der Komplexität erreicht haben, ein ganz neuer Typ von Phänomen, z. B. das Bewusstsein, auftauchen (emergieren) kann. Dieses hat demnach zwar seine Grundlage auf physischen Eigenschaften, ist aber nicht reduktionistisch erklärbar, weil selbst aus allen zugrundeliegenden Eigenschaften zusammen die neuartige Eigenschaft nicht abzuleiten ist. Allerdings wird dem Emergentismus mit Recht vorgeworfen, dass er eigentlich keine Erklärung für die Korrelation von Physischem und Geistigem zu liefern imstande ist. Denn die Entstehung von geistigen Eigenschaften aus einer hohen Komplexität von physischen Eigenschaften wird lediglich als "nackte Tatsache" erfasst, ohne dass weitere Begründungen gegeben werden können. Im allgemeinen fehlen den anti-reduktionistischen Theorien die erforderlichen Begriffe, um die Beziehung von Physischem und Geistigem sinnvoll artikulieren zu können.
Gerade zu diesem schwierigen Problem könnte Hegels philosophische Reflexion einen wichtigen Beitrag leisten. Denn einerseits würde Hegel der fundamentalen Idee der Emergenz zustimmen, andererseits aber bemühte er sich immer darum, die Übergänge bzw. die "qualitativen Sprünge" aus der einen Ebene in die andere begreiflich zu machen, da es in Hegels System eben darauf ankommt, Einheit in Differenzen zu begreifen. Allerdings wird der Zugang zu Hegels subtilen Einsichten oft durch seine eigentümliche Terminologie und Argumentationsweise erschwert. Das Forschungsprojekt versucht daher zunächst die Grundzüge von Hegels Philosophie des "subjektiven Geistes" in einer Sprache zu rekonstruieren, die sich mit der modernen Diskussion verständigen kann. Auf dieser Grundlage soll dann in kritischer Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Debatte untersucht werden, inwiefern Hegels Reflexion zu einer befriedigenderen Erklärung der Beziehung zwischen physischen und geistigen Phänomenen beitragen kann.
[Zurück nach oben]"Die Struktur der transzendentalen Deduktion und das Problem des Selbstbewusstseins", vorgetragen auf der 3. Sektionssitzung "Kants Theoretische Philosophie II" des 9. Internationalen Kant-Kongresses der Kant-Gesellschaft "Kant und die Berliner Aufklärung" an der Humboldt-Universität zu Berlin, 26-31.03.2000.
"The Linguistic Condition of Consciousness. A Philosophical Reflection in Light of Hegel's Critique of 'Sense-Certainty'", vorgetragen auf der 6. Konferenz der Association for the Scientific Study of Consciousness "Consciousness and Language: Reportability and Representation in Humans and Animals" in Barcelona, Spanien, 31.05.-03.06.2002.
"Die Sprachlichkeit des Wahren und Hegels Kritik des 'unmittelbaren Wissens'", vorgetragen auf der Sektion 4 des 24. Kongresses der Internationalen Hegel-Gesellschaft e.V. "Glauben und Wissen" an der Universität Jena, 28.8.-1.9.2002.
"Transzendenz in der Immanenz. Die Dialektik der Grenze und Hegels Idee einer spekulativen Metaphysik", vorgetragen auf der Sektion 16 "Immanenz und Transzendenz. Ist Metaphysik als limitative Theorie möglich?" des 19. Deutschen Kongresses für Philosophie "Grenzen und Grenzüberschreitungen" an der Universität Bonn, 23.-27.09.2002.
"Language and Metaphysics. The Dialectics of Hegel's Speculative Proposition", vorgetragen auf dem 17. zweijährlichen Meeting der Hegel Society of America "Hegel and Language" an der Pennsylvania State University, State College, PA, USA, 25.-27.10.2002.
[Zurück nach oben]Lateinisch-Englisch Wörterbuch
Lin-Yutang Chinesisch-Englisch Wörterbuch
Kantonesisch Aussprachewörterbuch
Kants Critique of Pure Reason (Kemp-Smiths Übersetzung)
Kants Religion within the Limits of Reason Alone (Greene und Hudsons Übersetzung)
Lockes An Essay Concerning Human Understanding
Berkeleys A Treatise Concerning the Principles of Human Knowledge
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