![]() |
Graduiertenkolleg
|
![]() |
* 1972, Studium der Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig, Magisterarbeit zum Thema "Der Körper in der Postmoderne" in den Fächern Ästhetik und Kunstgeschichte, seit April 2000 Stipendiatin am Graduiertenkolleg Technisierung und Gesellschaft, Forschungsschwerpunkt: Kultur- und Körpergeschichte des 18. - 20. Jahrhunderts.
E-Mail: britt_schlehahn@web.de
[Zurück nach oben]Körper/Körperlichkeit in der Postmoderne. – Körperbilder und Handlungsstrategien für das 21. Jahrhundert
Unter diesem Arbeitstitel untersuche ich verschiedene Positionen, die innerhalb der 'Postmoderne-Debatte' seit den sechziger Jahren über den menschlichen Körper in einer zunehmend technisierten Umwelt entstanden. Im Mittelpunkt stehen dabei Theorien von Jean-François Lyotard, Paul Virilio und Jean Baudrillard, die sich mit der Videotechnik auseinandersetzen.
Zeitlich parallel zu den theoretischen Auseinandersetzungen über Körper und Technik setzten Künstler/innen in der Performance- und Body-Art ihren Körper als künstlerisches Material ein. Mit der Entwicklung der tragbaren Videokamera seit der Mitte der sechziger Jahre konnte in der künstlerischen Produktion ein Arbeitsmittel verwendet werden, welches eine Gegenüberstellung von Unmittelbarkeit und Gegenwärtigkeit des Körpers mit einem technischen Medium in Echtzeit ermöglichte. Dieses Verfahren der Rückkopplung (Closed-Circuit-Technik) soll an ausgewählten Installationen von VALIE EXPORT, Friederike Pezold, Ulrike Rosenbach sowie Dan Graham, Bruce Nauman und Vito Acconci auf das Verhältnis Technik und Körper untersucht werden.
In der Zusammenführung von theoretischer Diskussion und künstlerischen Strategien sollen die Möglichkeiten aufgezeigt werden, die das Verhältnis Technik und menschlicher Körper in der Zukunft bestimmen könnten.