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Graduiertenkolleg
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Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften in Bochum, Essex (England) und Darmstadt.
E-Mail: niessenalexandra@aol.com
[Zurück nach oben]Womit haben es die Lebenswissenschaften eigentlich zu tun, wenn sie von der DNA sprechen? Was hat es mit der 'Substanz' des 'Lebens' auf sich? Ist sie bloßer chemischer 'Stoff'? Und worin liegt dann ihre biologische Komponente?
Aktueller Anlass für die Arbeit ist die ‚Entschlüsselung’ des menschlichen Genoms, die das Human Genome Project vor einigen Jahren stolz verkündete. Die Lösung für das 'Rätsel des Lebens' schien zum Greifen nahe. Aus philosophischer Perspektive blieben und bleiben jedoch Fragen: Über was für einen ontologischen Status verfügt dieses 'Objekt', auf das die Lebenswissenschaftler als 'Natur'wissenschaftler zugreifen? Und was läßt sich aus erkenntnistheoretischer Perspektive über diese 'Substanz' aussagen?
Ziel des philosophisch-historisch angelegten Projektes ist es, die begrifflichen und theoretischen Grundlagen der Lebenswissenschaften zu hinterfragen. Es gilt also in der Wissenschaftsgeschichte zurückzufragen: Wie konnte sich der Begriff von 'Leben' als 'Substanz'-Begriff entwickeln? Dazu sucht die Arbeit die Vorläufer des heutigen Genom-Diskurses im 19. Jahrhundert auf und zeichnet Versuche des Lesbarmachens der 'Vererbungssubstanz' vor gut 125 Jahren nach.
Methodisch stützt sich die Dissertation auf die philosophische Begriffsgeschichte. Im Mittelpunkt stehen die Begriffe 'Substanz', 'Leben', 'Organismus' und 'Organisation'. Einen weiteren Orientierungspunkt bildet die Diskursanalyse Michel Foucaults, wie er sie mit seinem Werk „Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften“ (1966) vorlegt.
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