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Graduiertenkolleg
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*1976 in Darmstadt; 1996-2001 Studium der Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an der TU Darmstadt; Abschluss: Diplom-Soziologin; 2001-2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung; seit 2003 Stipendiatin des Graduiertenkolleg Technisierung und Gesellschaft.
E-Mail: maren.ewald@web.de
[Zurück nach oben]Im Rahmen dieser Promotion soll der Frage nachgegangen werden, ob und auf welche Weise Telematik im Bereich der Altenpflege und -gesundheitsvorsorge die Lebensqualität der nutzenden SeniorInnen beeinflusst. Unter dem Begriff der Telematik werden im Bereich der Altenpflege dabei Konzepte zusammengefasst, die auf der Basis von Telekommunikation und Informatik das Ziel verfolgen, eine große Anzahl von älteren Menschen mit niedrigem Personalaufwand zu geringen Kosten zu betreuen. Zunächst soll davon ausgegangen werden, dass das Ausmaß der Lebensqualität auf vier Ebenen des individuellen Lebens bestimmt wird: auf der Ebene der gesellschaftlichen Stellung bzw. Einbindung, auf der Ebene der persönlichen Beziehungen, auf der Ebene des Wohnalltags und der Ebene der eigenen Körperwahrnehmung bzw. des gesundheitlichen Zustandes. Wenn bekannt ist, in welchem Ausmaß die einzelnen Ebenen jeweils zur Lebensqualität im Alter beitragen und zugleich in welcher Stärke und Richtung sie von der Telematik beeinflusst werden, kann Auskunft darüber gegeben werden, ob die telematischen Anwendungen tatsächlich Einfluss auf die Lebensqualität im Alter nehmen, und wenn ja, in welcher Weise. Zum jetzigen Stand der Arbeit wird davon ausgegangen, dass die Telematik in der Pflege eine gesellschaftliche Funktion innehat und die Lebensqualität im Alter in der Form negativ beeinflusst, indem sie Kontrolle und Distanz miteinander verbindet und auf diese Weise die betroffenen SeniorInnen einem Zivilisierungsprozess unterwirft, der sie ganz den ökonomischen und sozialen Ansprüchen der jüngeren Generationen unterstellt, und zwar auf allen für die Lebensqualität relevanten Ebenen. Diese Thesen sollen im Laufe der Arbeit mithilfe von empirischen und theoretischen Analysen überprüft werden, wobei im letzten Fall Norbert Elias als roter Faden in die Promotion hineinführen wird. Neben der theoretischen Arbeit ist eine Befragung von SeniorInnen geplant, die Telematik bereits nutzen bzw. unter Umständen nutzen werden. In diesem Zusammenhang haben sich sowohl das DRK Darmstadt als auch der "Wohnpark Kranichstein" zur Zusammenarbeit bereiterklärt.
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