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Graduiertenkolleg
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1976 in Athen, Griechenland, geboren. 1996-2003 Studium an der Universität Athen, Philosophische Fakultät, Fachbereich für Deutsche Sprache und Literatur. 2003 Diplom in "Deutsche Sprache und Literatur" mit Schwerpunkt "Deutsche Geschichte/Philosophie". Thema der Diplomarbeit: "Historiographische Bemerkungen über die deutsche Technologie während der Weimarer Republik und des Dritten Reichs". 1997-1998 Erasmus/Socrates Austauschstudentin an der Universität Siegen. Seit April 2003 Stipendiatin des Graduiertenkollegs "Technisierung und Gesellschaft", TU-Darmstadt.
Allgemeine Schwerpunkte: Technikgeschichte, Science and Technology Studies, Technology Policy.
Allgemeine Schwerpunkte:
Technikgeschichte, Science and Technology Studies, Technology Policy
E-Mail: chatzimichali@gk-fb2.tu-darmstadt.de
Oder: elenichatzimichali@yahoo.com
[Zurück nach oben]Im Rahmen dieser Studie wird untersucht, wie die deutsche Technik nach dem Zweiten Weltkrieg in Griechenland promoviert und aufgenommen wurde. Anstatt die Förderung bzw. die Aufnahme der deutschen Technik in Griechenland autonom zu betrachten, soll die Studie die Wechselbeziehungen dieser zweier Aspekte fokussieren und sowohl die Kontinuitäten als auch die Diskontinuitäten in der Förderungsart bzw. der Rezeptionsart der deutschen Technik erforschen.
Die Untersuchung verfolgt die vielen Empfänger als auch Vertreter der deutschen Technologie, die sie entweder in Griechenland gefördert haben oder die sie nach Griechenland vermittelt haben. Unter diesen Empfängern und Vertretern sind zu nennen: die deutschen und griechischen Ingenieure und ihre Vereine, die staatlichen und bilateralen Institutionen, die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kammern, die ökonomischen, technischen und industriellen Zeitschriften, die Tageszeitungen (Artikel, Berichte, Werbungen) und viele Unternehmerverbände wie auch Firmen. Die Weise der Rezeption und Promotion der Technik wird auf der Basis von archivarischen und anderen primären Quellen der oben genannten Institutionen in Deutschland und in Griechenland untersucht.
In meiner bisherigen Untersuchung zeigt sich, dass trotz des Bruches in den politischen Beziehungen der beiden Nationen bzw. Staaten während des Zweiten Weltkriegs die deutsche Technik vor, während und nach dem Krieg gleichermaßen bewundert wurde. Die Tatsache, dass die deutsche Technik trotz des kriegerischen Konflikts gleichermaßen hohes Ansehen genoss, deutet darauf hin, dass gerade diejenige Ideologie herrschend war, welche die Technik als politisch neutral, als guten oder schlechten politischen Verwendungen unterliegend, betrachtet.
Die Studie dieses Themas erlaubt uns, nach meiner Meinung, die ideologischen Mechanismen der Herstellung der Ideologie der Neutralität der Technologie besser zu verstehen und die Folgen dieser Ideologie im Allgemeinen und bei den griechisch-deutschen Technologie-Beziehungen im Konkreten tiefer zu untersuchen. Sie soll ferner einen wichtigen Bereich der deutschen Technikgeschichte erhellen, den der Promotion und Rezeption der deutschen Technik im Ausland, und zwar in einem Staat, der nicht zu den technologisch entwickelten Staaten gehörte. Gleichzeitig hoffe ich, dass diese Studie zu der gegenwärtig noch geringen Literatur über die Technikgeschichte Griechenlands beitragen wird.