Die Projektergebnisse sind in Buchform im Februar 2010 erschienen:
The Role of Business in Global Governance:
Corporations as Norm Enterpreneurs
Annegret Flohr, Lothar Rieth, Sandra Schwindenhammer, Klaus Dieter Wolf
Basingstoke: Palgrave MacMillan
ISBN-10: 023024397
ISBN-13: 978-0230243972
(Das Inhaltsverzeichnis ist unter "Projektpublikationen" zu finden!)
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„Wir müssen gewährleisten, dass der Weltmarkt in allseits anerkannte Werte und Verfahren eingebettet ist, die globale soziale Bedürfnisse widerspiegeln, und dass die Menschen überall auf der Erde an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben.“ Kofi Annan in seiner Rede vor der Global Compact Versammlung 2000 in New York
"Business Practices rooted in universal values can bring social and economic gains" UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon (2007)
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Diese Worte des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan sind Ausdruck eines gewandelten Bewusstseins und neuer Hoffnungen, die mit Blick auf die Durchsetzung von Menschenrechts-, Umwelt- und Sozialstandards an Unternehmen und Unternehmenspolitik herangetragen werden. Unter dem Label Corporate Social Responsibility (CSR) sind in den vergangenen Jahren unternehmensinterne, verstärkt aber auch unternehmens- und branchenübergreifende Initiativen entstanden, durch die auf freiwilliger Basis ein Beitrag zum Schutz der Umwelt, der Durchsetzung von Menschenrechts- und Sozialstandards und der Korruptionsbekämpfung geleistet werden soll.
Angesichts des Fehlens einer Weltregierung, die solche Standards durch Gesetze und Vorschriften durchsetzen könnte, und der begrenzten Fähigkeit und Bereitschaft der Staaten zum Abschluss bindender zwischenstaatlicher Vereinbarungen ist die Frage der Steuerungsbeiträge freiwilliger unternehmerischer Selbstverpflichtungen von besonderem wissenschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Interesse.
Im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „Unternehmen als Normunternehmer?“ wird gefragt, unter welchen Voraussetzungen privatwirtschaftliche Akteure bereit sind, im Rahmen von CSR-Initiativen einen Beitrag zum globalen Regieren zu leisten. Relevante Faktoren, die eine solche Selbstbindung begünstigen, werden auf der Ebene des Unternehmens selbst, in seiner Umwelt (Gesellschaft, Politik, Markt) sowie auf der Ebene der jeweiligen CSR-Initiativen verortet. Neben der Erforschung solcher struktureller Bedingungen werden im Rahmen des Forschungsprojektes auch detaillierte Unternehmensbefragungen durchgeführt.
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Annegret Flohr
Sandra Schwindenhammer
Lothar Rieth
Technische Universität Darmstadt
Institut für Politikwissenschaft
Arbeitsbereich Internationale Beziehungen
Hochschulstr. 1
Raum S1-03/453a - 455
64289 Darmstadt
Tel.: +49(0)6151 16-6285, -6287
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